Gaussian Splatting Workflow mit After Effects

TitleErfassung einer Winterlandschaft mit dem Lixel K1 und Gaussian Splatting
In unserem Projekt haben wir die wunderschöne und zugleich herausfordernde Winterlandschaft gescannt, um ihre Details in digitaler Form festzuhalten. Dafür haben wir den Lixel K1 von XGRIDS, einen hochmodernen mobilen Laserscanner, verwendet. Die gesamte Scan-Dauer betrug etwa 10 Minuten, in denen wir die zu erfassende Strecke dreimal abgelaufen sind. Durch das wiederholte Abgehen der Strecke konnten wir eine besonders detaillierte Erfassung sicherstellen, da sowohl der LIDAR-Scanner als auch die integrierten Kameras eine Fülle an Informationen aufzeichneten.
TitleGaussian Splatting – Erstellung mit Lixel Cyber Color Studio
Sobald der Scan abgeschlossen war, konnten wir die gesammelten Daten direkt in die Software Lixel Cyber Color importieren. Dort wurden die Daten in einen sogenannten Gaussian Splat konvertiert – ein neuartiges Verfahren, bei dem Punktwolken visualisiert werden, indem kleine, transparente Punkte, die sogenannte “Splats”, die Oberflächen des Modells rekonstruieren.
Neben der Erfassung der Punktwolke durch den Scanner haben wir eine Kameraaufnahme mithilfe einer Camera-Tracking-App erstellt. Diese sorgt dafür, dass die Kameraführung in der Postproduktion realistisch wirkt und sich nahtlos in die 3D-Umgebung integriert.
TitleWorkflow in Adobe After Effects
Um den Gaussian Splat in der Postproduktion zu nutzen, müssen die Daten zunächst für Adobe After Effects aufbereitet werden. Direkt lassen sich solche Gaussian Splat PLY -Daten leider nicht importieren. Hier kommt ein spezielles Plugin von aescripts ins Spiel, das die Konvertierung ermöglicht.
Nachdem die Gaussian-Splat-Daten importiert waren, haben wir sie entlang der X-, Y- und Z-Achsen in After Effects ausgerichtet, um sie korrekt in der 3D-Umgebung zu positionieren.
Zusätzlich optimierten wir die Daten der Camera-Tracking-App in Blender und exportierten sie als Script-Datei, die dann in After Effects integriert wurde. Ein wichtiger Schritt dabei ist das Einfügen und Ausrichten der virtuellen Kamera mittels einer Null-Ebene. Durch kleine Anpassungen an den Keyframes wurde sichergestellt, dass die Kamerabewegung perfekt mit der gescannten Szene harmoniert.
Jetzt war alles bereit: Der Gaussian Splat war importiert und ausgerichtet, die Kamera eingefügt – und schon ging es ans Rendern. Je nach gewünschtem Effekt konnten wir nun noch weitere visuelle Elemente wie Schneefall, Staubpartikel oder einen leichten Nebel in After Effects hinzufügen, um die Winterlandschaft realistischer zu gestalten.
TitleZukunft des Gaussian Splatting in der Medienbranche
Das Gaussian Splatting eröffnet spannende Möglichkeiten für die Medien- und Filmbranche. Durch die schnelle Erfassung von Umgebungen und die einfache Konvertierung in Gaussian Splats lassen sich reale Szenen in kürzester Zeit digitalisieren und bearbeiten. Dies bietet eine enorme Effizienzsteigerung bei der Erstellung von visuellen Effekten (VFX), animierten Szenen und sogar ganzen 3D-Umgebungen.
Besonders im Bereich von Filmen, Videospielen und Virtual-Reality-Projekten sehen wir ein großes Potenzial. Dank der Kombination von realistischen 3D-Szenen mit innovativer Software wie Lixel Cyber Color und leistungsfähigen Postproduktions-Tools wie After Effects lassen sich immersive digitale Welten erschaffen, die gleichzeitig realistisch und detailreich sind.