Ulster GP - Debüt beim schnellsten Straßenrennen der Welt

Lange Anreise auf die grüne Insel

Für das Team um Schmiddel ging es bereits am Freitagabend, den 04. August, mit der Fähre von Dünkirchen/Frankreich in Richtung Dover/England. Um 21 Uhr lief die Fähre in Dover ein, dann lag eine lange Nacht mit 800 km Fahrstrecke vor dem Team. Morgens um 6 Uhr erreichten sie Cairnryan/England und fuhren direkt weiter mit der Fähre nach Belfast/Nordirland. Von da waren es nur noch ca. 20 Kilometer bis Dundrod.

Streckenbesichtigung und erste Tests

Da Schmiddel die Strecke beim UlsterGP völlig unbekannt war, wurden am Sonntag erstmal so viele Kilometer wie möglich mit dem Auto auf der Strecke zurückgelegt, um diese so gut wie möglich kennenzulernen. Sonntagnacht ging es noch auf einen kurzen Tripp nach Dublin, wo Mechaniker Thoralf Nestler vom Flughafen abgeholt wurde.

Am Dienstag gab es die ersten Instruktionen vom Veranstalter. Bei der "Newcomer-Fahrerbesprechung" wurde mit einem Reisebus die Strecke abgefahren. Hier gab ein "Insider" viele Einblicke in den Kurs und wichitge Tipps, die bei den ersten Tests auf der Strecke sehr hilfreich waren.

Die ersten Tests von Schmiddel beim UlsterGP waren vielversprechend.Die ersten Tests von Schmiddel beim UlsterGP waren vielversprechend.

Am kommenden Morgen ging es endlich auf die Strecke. Schmiddel fühlte sich sofort wohl auf dem Kurs und konnte sich von Training zu Training steigern. Im Qualifying für das Dundrod 150 fuhr er auf einen respektablen 10 Platz. 

Die Rennen

Der Donnerstag startete mit dem Dundrod 150 Rennen. Für Schmiddel lief das Rennen sehr gut, er verbesserte sich um 5 Plätze und beendete sein Debüt auf dem Highspeedkurs mit einem starken 5. Platz. Den Freitag nutzte das Team zum Entspannen und Kräfte sammeln, denn am Samstag standen die beiden Hauptrennen auf dem Programm.

Zweikämpfe auf der Strecke.Zweikämpfe auf der Strecke.    Zweikämpfe auf der Rennstrecke.Zweikämpfe auf der Rennstrecke.

Das erste Rennen der Supersportklasse verlief nicht nach unserem Geschmack. Schmiddel bezeichnete seine Fahrt als "unkonzentriert" und so beendete er das erste Rennen auf dem 34. Platz. Der zweite Lauf lief deutlich flüssiger; Schmiddel steigerte seine Rundenzeiten und war wesentlich konzentrierter. Am Ende fuhr er als 21. über die Ziellinie. Mit diesem guten Ergebniss war er deutlich zufriedener.

Fazit und Ausblick

Eine spannende Woche mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen auf der grünen Insel liegt hinter dem gesamten Team. Alles ist anders als bei den IRRC-Rennen. Es gibt keinen richtigen Zeitplan, anderen Asphalt und zum Teil widrige Witterungsbedingungen. Dazu die sehr schnelle Strecke, die sich eigentlich nur in den Gängen 4-6 abspielt, mit vielen Vollgaskurven im 6. Gang und einem Topspeed von bis zu 275 km/h - nicht ohne Grund heißt es das schnellste Straßenrennen der Welt. 

Am kommenden Wochenende (19. und 20. August 2017) geht es bereits weiter mit dem 4. Rennen der IRRC-Serie auf dem Schleizer Dreieck. Hier geht es wieder um wichtige Punkte für die Meisterschaft. 

Euer Laserscanning Europe Road Racing Team