Afghanistans Vergangenheit in Geomagic Studio

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In den Sandsteinklippen, die das Bamiyan-Tal in Afghanistan einschließen, stechen zwei riesige Nischen aus dem Felsen hervor. Sie waren einst die Heimat der zwei riesigen Buddhas von Bamiyan, die von Mönchen in den Stein gemeißelt wurden. Der größere der Buddhas war 53 Meter hoch, der kleinere 35 Meter. Im März 2001 wurden die 1500 Jahre alten Statuen zerstört.

Derzeit ist ein internationales Team aus Restauratoren, Architekten und Ingenieuren damit beschäftigt, die Buddha-Statuen von Bamiyan wieder neu aufzubauen. Für diese Aufgabe verwendet das Restaurationsteam 3D Systems‘ Scan-Software Geomagic Studio und einen 3D-Drucker von ProJet mit ColorJet-Technologie. Schon im Jahr 2009 begannen die Planungen für den Neuaufbau der Buddhas.

Nach dem Zusammentragen und Katalogisieren aller Überbleibsel der Buddhas wurden sowohl die Teile der Statuen als auch die Nischen mit einem 3D-Laserscanner gescannt. Basierend auf der Sedimentstruktur wollten die Architekten die Position jedes Teils in der Statue bestimmen. Nach dem Scannen verarbeitete das Team die Scandaten. Mit Hilfe von Geomagic Studio wurden die 3D-Scandaten in hochgenaue Oberflächenmodelle umgewandelt.

Anschließend wurden die Statuen und Nischen mit Hilfe eines 3D-Druckers in 1/25 der Originalgröße ausgedruckt. Die maßstäblichen Modelle sollen dazu verwendet werden, die Buddha-Statuen Stück für Stück wieder zusammenzusetzen.

 

 

Fragmente der Buddhas (Buldquelle: 3D Systems)

 


In 3D gedruckte Nischen und Überbleibsel (Bildquelle: 3D Systems)